Neue Runde im Selbstbedienungsland
Unsere Abgeordneten im Bundestag genehmigen sich mal wieder einen ordentlichen Griff ins Volksvermögen. Zwar waren die Diäten gerade am 1.1 um 9% gestiegen, wegen der starken Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst ist trotzdem gleich wieder eine 6% Steigerung nötig (das Gehalt wurde an Bundesrichterbezüge angepasst - eine echte Anmaßung, schaut man sich mal die Qualifikation vieler MdB an).
So bekommt der gemeine MdB dann leckere 11.879 EUR pro Monat eingeworfen. Davon 3720 EUR steuerfreie “Aufwandspauschale”, eigentlich Brutto also etwa EUR 14.000.
Die Aufwandspauschale muss er natürlich nicht ausgeben. Falls er für seinen Beruf Geld braucht, so stehen ihm zusätzlich gegen Nachweis 10.000 EUR pro Jahr für “Büromittel” und 163.920 EUR pro Jahr für “Mitarbeiter” zur freien Verfügung. Umsonst ist natürlich je ein Büro in Berlin und am “Lebensmittelpunkt” ausgestattet mit Computern, Faxen und was man sonst so braucht.
Das ganze herum Reisen ist natürlich auch umsonst.
Ohne Nebenkosten kostet uns Volk so ein MdB also irgendwas um eine halbe Million pro Jahr. Bei 600 Abgeordneten macht das läppische 300 Millionen.
Dazu kommen noch Zuschuss zur Krankenversicherung, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, Hinterbliebenenversorgung, Übergangsgelder nach Ausscheiden, Altersbezüge, Funktionsbezüge etc.
Stellt sich die Frage, ob das sein muss.
Ich bin für eine Neiddebatte zu den fetten Bezügen unserer Volksvertreter. Darum starte ich eine “Initiative 50 %”.
Mein Vorschlag:
1. Schritt 50 % sind genug! Die Diäten werden um 50% gekürzt, alle “Zusatzvergütungen und Aufwandspauschalen” werden gestrichen.
2. Schritt: Über Veränderungen der Bezüge wird über Internet oder parallel zur Bundestagswahl vom Volk abgestimmt.
Mehr zur Initiative später, ich würde mich über rege Beteiligung durch die Blogosphäre freuen!
Links zur Vertiefung:











May 7th, 2008 at 3:35 pm
[…] schon hier beschrieben haben unsere beliebten Politiker mal wieder ihr Gehalt kräftig erhöht. Und weil ich […]